Häufigste Strategien in Regeln#
Die Neupreisungsregeln in Pricing Fox sind sehr flexibel – sie lassen sich kombinieren, schichten und so anpassen, dass sie der konkreten Geschäftsstrategie jedes Onlineshops entsprechen. Nachfolgend finden Sie die häufigsten Möglichkeiten, Regeln einzurichten, und wann sie einzusetzen sind.
1. Der günstigste auf dem Markt sein#
Die einfachste und aggressivste Strategie. Pricing Fox legt den Preis so fest, dass Ihr Produkt das günstigste aller Angebote auf dem Preisvergleichsportal (Heureka oder Zboží.cz) ist.
Wann einzusetzen: Bei Commodity-Ware, bei der die Kundschaft primär nach dem Preis entscheidet und bei der Sie einen ausreichend niedrigen Einkaufspreis haben, damit diese Strategie rentabel bleibt.
Empfehlung: Kombinieren Sie sie immer mit der Einstellung eines Mindestpreises (Limits), damit der resultierende Preis nicht unter den Einkaufspreis oder unter die von Ihnen festgelegte Margengrenze fällt. Ohne Limit droht, dass Sie mit Verlust verkaufen.
2. Einen konkreten Konkurrenten beobachten#
Pricing Fox beobachtet den Preis eines oder mehrerer konkreter Konkurrenten und legt Ihren Preis in Relation zu ihnen fest – günstiger, gleich oder teurer um einen definierten Betrag oder Prozentsatz.
Wann einzusetzen: Wenn Sie Ihren Hauptkonkurrenten auf dem Markt kennen und systematisch günstiger sein oder mit ihm Schritt halten möchten. Geeignet auch bei Markenware, bei der die Preispolitik der Distributoren streng ist.
Beispiel: Immer 1 % günstiger sein als ein konkreter Onlineshop, aber nicht um weniger als 1 Kč und nicht unter dem Mindestpreis.
3. Auf eine konkrete Position unter den Konkurrenten zielen#
Statt einen einzelnen Anbieter zu beobachten, zielen Sie auf die Platzierung in der Auflistung auf dem Preisvergleichsportal – Sie möchten zum Beispiel auf dem 2. oder 3. Platz stehen. Pricing Fox passt den Preis so an, dass Ihr Angebot die gewünschte Position erreicht.
Wann einzusetzen: Wenn Sie nicht um jeden Preis der günstigste sein wollen, aber unter den Top-Angeboten sichtbar sein möchten. Geeignet, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, ohne die Preise des günstigsten Anbieters unnötig zu unterbieten.
Tipp: Die Kombination mit einem Limit für den maximalen Rabatt stellt sicher, dass Sie wegen der Position nicht auf einen zu niedrigen Preis rutschen.
4. Marge als Sicherheitsnetz (Auffangregel)#
Eine Auffangregel steht typischerweise am Ende der Regelliste und fängt alle Produkte auf, die keiner vorherigen Regel entsprochen haben (zum Beispiel weil sie auf dem Preisvergleichsportal nicht zugeordnet sind und für sie kein Referenzpreis verfügbar ist). Auf diese Produkte wird dann eine feste Marge oder ein fester Aufschlag angewendet.
Wann einzusetzen: Immer. Eine Auffangregel sollte in jedem Projekt als Absicherung existieren, damit kein Produkt ohne Neupreisungslogik bleibt.
Ein Produkt wird immer nur von einer Regel neu bepreist – von der ersten, in die es passt. Die Auffangregel muss deshalb immer die letzte in der Reihenfolge sein.
5. Psychologische Preise (Schwellenpreise)#
Eine Strategie, die den resultierenden Preis so rundet, dass er auf „9" endet – zum Beispiel 499 Kč statt 500 Kč. Die Kundschaft nimmt diesen Preis als deutlich günstiger wahr, obwohl der Unterschied minimal ist.
Wann einzusetzen: Bei Produkten, die auf den Verbrauchermarkt (B2C) ausgerichtet sind, wo der psychologische Effekt des Preises bei der Kaufentscheidung eine Rolle spielt. Weniger geeignet im B2B oder bei Premiumprodukten, wo ein zu niedriger Preis unglaubwürdig wirken kann.
Wie einzurichten: Wählen Sie in der Bearbeitung der Regel die Rundungsoption und stellen Sie das Zielmuster ein (z. B. –1 vom nächsten ganzen Betrag oder ein Schwellenpreismuster auf eine konkrete Ziffer).
6. Kombination von Strategien und Schichtung von Regeln#
Die Stärke von Pricing Fox liegt darin, dass Sie Regeln zusammensetzen können. Eine typische Kombination sieht so aus:
- Regel für TOP-Produkte – beobachtet einen konkreten Konkurrenten oder zielt auf die 1. Position
- Regel für das Standardsortiment – zielt auf die 2.–3. Position mit einer Mindestmarge
- Regel für Long-Tail-Produkte – feste Marge ohne Beobachtung der Preisvergleichsportale
- Auffangregel – feste Marge für alles Übrige
Jede Regel gilt für eine genau definierte Auswahl von Produkten (Kategorie, Hersteller, Etikett, diagnostischer Zustand usw.), sodass sich die Regeln nicht gegenseitig überschneiden.
Wir empfehlen, einfach zu beginnen – mit einer oder zwei Regeln – und die Granularität nach und nach auf Basis der Daten aus den Berichten und der Diagnose zu erhöhen. Eine zu komplexe Regelstruktur kann schwer zu pflegen sein.
FAQ#
Wie viele Regeln sollte ich haben? Es gibt keine richtige Zahl. Kleinere Projekte kommen mit zwei bis drei Regeln aus, größere Onlineshops mit vielgestaltigem Sortiment können Dutzende haben. Wichtig ist, dass jede Regel einen klaren Zweck hat und dass die Auffangregel immer die letzte ist.
Was passiert mit einem Produkt, das keiner Regel entspricht? Das Produkt bleibt ohne Neupreisung – Pricing Fox berechnet für es keinen Preis. Deshalb empfehlen wir, immer eine Auffangregel ohne Produktauswahl (gilt für alle) zu haben, die solche Produkte auffängt.
Muss ich die Auffangregel manuell einrichten? Ja. Pricing Fox erstellt sie nicht automatisch. Es genügt, eine Regel mit einer festen Marge oder einem festen Aufschlag zu erstellen und die Produktauswahl leer zu lassen – die Regel gilt dann für alle Produkte, die von den vorherigen Regeln nicht abgedeckt wurden.
Kann ich für ein Produkt mehrere Regeln auf einmal haben? Nein. Ein Produkt wird immer nur von der ersten Regel in der Liste neu bepreist, in die es passt. Die Reihenfolge der Regeln ist deshalb entscheidend.
Wie erkenne ich, dass die Strategie korrekt funktioniert? Auf der Seite Products lässt sich nach Regel filtern und prüfen, wie viele Produkte in sie fallen und welche Preise Pricing Fox für sie berechnet. Die Detailansicht eines einzelnen Produkts zeigt dann genau, wie der Automat zum resultierenden Preis gelangt ist.